Hausordnung

 

Liebe Heimbewohnerin, lieber Heimbewohner!
 
Sie haben sich freiwillig zu einem Aufenthalt im Therapiezentrum Maximilianshöhe entschlossen mit dem Ziel, ein Leben ohne Suchtmittel zu führen und seelisch wie körperlich zu gesunden.
Wichtig für das Leben im Hause und im Interesse der gemeinsamen Zielsetzung ist gegenseitiges Vertrauen zwischen Ihnen und dem Mitarbeiterteam und das Einhalten von GRUNDREGELN, auf die wir Sie im Folgenden besonders aufmerksam machen wollen:
 
1. Der Besitz und die Einnahme zustandsverändernder Mittel wie Alkohol, Drogen und jeglicher Medikamente, die nicht verordnet oder genehmigt wurden, ist sowohl innerhalb, als auch außerhalb unserer Einrichtung nicht gestattet.
Alle Medikamente, die Sie bei der Aufnahme mitbringen, sind im medizinischen Bereich abzugeben. Bei Arztbesuchen verordnete Medikamente dürfen nicht angenommen werden. Medikamente müssen durch den behandelnden Arzt per Rezept verordnet werden, das Rezept ist im medizinischen Bereich abzugeben. Der medizinische Bereich besorgt dann die jeweilige Medikation. Entsprechende Kontrollen und ärztliche Untersuchungen können angeordnet werden.
 
2. Jede/r HeimbewohnerIn trägt Verantwortung für seine/ihre geistige und leibliche Gesundheit und auch in diesem Sinne Mitverantwortung für seine/ihre Mitbewohner.
 
Ein Rückfall bedeutet für jede/n Abhängige/n aber auch sonstig psychisch kranken Menschen eine schwere und unter Umständen sogar lebensbedrohende Gefährdung. Es ist daher unbe¬dingt erforderlich, im Falle eines Rückfalles den/ die BezugstherapeutenIn oder den/die diensthabende/n TherapeutIn/Pflegekraft umgehend zu benachrichtigen, damit frühzeitig Hilfe geleistet werden kann. Gleiches gilt für alle sonstigen körperlichen oder seelischen Beschwerden. Alle mit unserer Einrichtung zusammenarbeitenden Ärzte sind grundsätzlich von Ihrer Schweigepflicht gegenüber dem Mitarbeiterteam entbunden.
 
3. Die Anwendung von körperlicher Gewalt kann zur sofortigen Entlassung führen. Jeglicher Waffenbesitz ist verboten.
 
4. Die Teilnahme an allen vereinbarten therapeutischen Maßnahmen ist Pflicht, Ausnahmeregelungen sind mit dem/der jeweiligen BezugstherapeutenIn abzuklären.
 
5. Jede(r) HeimbewohnerIn sollte täglich für Sauberkeit und Ordnung in seinem/ihrem Zimmer und im Hause zu sorgen. Schmutzige Wäsche ist regelmäßig in den Waschräumen zu waschen.
 
6. Verhaltensregel beim Duschen: Bitte nach jedem Duschen, Duschkopf in die Wanne legen und nicht aufhängen. Sie tragen damit aktiv zum Schutz Ihrer Gesundheit bei.
 
7. Die Benutzung von elektrischen Geräten (außer Handy, Radio, Fön und Rasierapparat und in Absprache Computer) ist in den Bewohnerzimmern aus versicherungsrechtlichen Gründen nicht erlaubt. Radio-Empfang sollte nur in Zimmerlautstärke und mit Einverständnis des Mitbewohners bzw. der Mitbewohnerin erfolgen.
 
8. Das Rauchen ist nur an bestimmten Plätzen außerhalb des Hauses erlaubt.
 
9. Während der Nachtruhe muss sich jede(r) BewohnerIn in ihrem/seinen Zimmer aufhalten und sich dort so leise verhalten, dass sie/er außerhalb des Zimmers nicht mehr gehört wird. Nachtruhe ist montags bis donnerstags von 24.00 Uhr bis 06.00 Uhr, freitags und samstags von 01.00 Uhr bis 06.00 Uhr und sonntags von 00.30 Uhr bis 06.00 Uhr.
 
10. Alle Einrichtungen des Hauses sind pfleglich und sorgfältig zu behandeln. Für eventuelle Reparaturen in Ihrem Zimmer sowie das Anbringen von Gegenständen an den Zimmerwänden ist der/ die BezugstherapeutenIn der/die erste AnsprechpartnerIn. Das gleiche gilt für alle Schäden und Mängel, die Sie im Hause feststellen. Tragen Sie solche Mängel bitte sofort in das dafür ausliegende Mängelverzeichnis ein, dann können sie am schnellsten durch den Hausmeister behoben werden.
 
11. Für Wertsachen und Geldbeträge wird vom Haus keine Haftung übernommen. Es besteht die Möglichkeit zur Hinterlegung im Safe.
 
12. Für persönlichen Besitz (Kleidung, Geräte etc.) die Sie nach Ihrer Entlassung nicht mitnehmen, haftet das Therapiezentrum Maximilianshöhe nicht.
 
13. Ausgangs- und Besuchsregelung
a) Ausgangsregelung
Die Ausgangsregelung ist durch das jeweilige Stufenkonzept des offenen oder beschützten Bereis der Einrichtung geregelt.
Während der ersten Zeit der Therapie findet Ausgang nur in Gruppen oder mit einer Begleitung statt. Einzelausgang wird in Absprache mit der/dem zuständigen BezugstherapeuentIn und der Gruppe gewährt.
Verlängerter Ausgang ist nach Absprache mit der/dem zuständigen BezugstherapeutenIn möglich. Generell ist Ausgang bis 22.30 Uhr möglich, am Wochenende bis 23:30 Uhr.
Beurlaubungswünsche sind rechtzeitig anzumelden und von dem/ der BezugstherapeutenIn genehmigen zu lassen.
b) Besuchsregelung
Besucher sind willkommen, soweit sie sich nicht in alkoholisiertem Zustand oder anderweitig intoxikiertem Zustand befinden. Feste Besuchszeiten gibt es in unserem Hause nicht. Besuche sollten jedoch nicht während der Aktivitäten und der Mahlzeiten empfangen werden. Der Besuch wird gebeten, mit der/ dem diensthabenden TherapeutIn Kontakt aufzunehmen und sich in das Besuchsbuch einzutragen. Die oben aufgeführten Punkte sind Regeln, von denen in Einzelfällen Abweichungen nach Absprache mit der/dem BezugstherapeuentIn und der Gruppe möglich sind.
 
14. Feuerschutz
a) Allgemeines
  • Rauchen nur in erlaubten Bereichen
  • Nicht im Bett rauchen
  • Vorsicht im Umgang mit gefährlichen Stoffen (Ergotherapie, Schreinerei)
  • Brandschutztüren nicht festkeilen!!!
b) Verhalten im Brandfall
  • Feuermeldung Absetzen
  • Evtl. Menschenrettung
  • (Löschversuch unternehmen)
  • Feuerlöscher befinden sich in allen Fluren
  • Türen schließen
  • Haus über Fluchtwege verlassen
  • Flucht aus den Patientenzimmern über die Balkone möglich
  • Sollte dies nicht möglich sein, im Zimmer bleiben und bemerkbar machen
  • Am Sammelpunkt (Zufahrt Wendeschleife ) einfinden
15. Brandschutzordnung
a) Vorbeugende Brandschutzmaßnahmen
  • Jeder Bewohner und Mitarbeiter muss sich über die Brandgefahren an seinem Wohn-/Arbeitsplatz und in seiner Umgebung informieren
  • Brennbare Stoffe dürfen nicht in der Nähe von elektrischen Geräten, Heizöfen oder
  • ähnlichen Zündquellen abgelegt oder gelagert werden.
  • Rauchverbote sind strikt einzuhalten.
  • Für Streichhölzer und Tabakreste sind nichtbrennbare Aschenbecher zu benutzen.
  • Aschenbecher dürfen nicht in Papierkörbe, sondern nur in nichtbrennbare Sammelbehälter mit Deckel entleert werden.
  • Elektrogeräte (Kaffeemaschinen, Wasserkocher, E-Herde) sind nur in technisch einwandfreiem Zustand zu benutzen.
  • Offenes Feuer ist verboten. Kerzen (z. B. an Adventskränzen, Gestecke) dürfen nicht brennen.
  • Mängel an elektrischen Anlagen, an Brandschutzeinrichtungen(Rauchmelder, Feuerlöscher, Schlauchkästen) sind sofort dem Brandschutzbeauftragten oder dem Therapeuten zu melden.
  • Rettungswege, wie Treppen und Flure, sowie Verkehrswege im Freien müssen stets in voller Breite freigehalten werden.
  • Selbstschließende Türen in Fluren zu Lager- und Betriebs-/Treppenräumen dürfen nicht festgestellt oder verkeilt werden.
  • Notausgänge sind freizuhalten und  müssen jederzeit begehbar sein.
  • Jeder Mitarbeiter muss die Notrufnummer, den Standort der Feuermelder und Feuerlöscher sowie die Rettungswege kennen!
    Auch bei Zimmerdurchgängen ist auf entsprechenden Brandschutz zu achten!
  • b) Verhalten im Brandfall
    Die Alarmpläne sowie den Anordnungen der Feuerwehr und der Leitung des Hauses       sind strikt zu befolgen!
    Bei drohender Gefahr ist der Gefahrenbereich zu verlassen. Behinderten ist zu helfen.
    Türen sind zu schließen.
    Der festgelegte Sammelplatz (Wendeschleife Zufahrt) ist unverzüglich aufzusuchen.
  • b) Verhalten nach dem Brand
    Die Brandstelle darf erst nach ausdrücklicher Genehmigung wieder betreten werden.
    Jeder gelöschte Brand ist unverzüglich der Leitung des Hauses oder dem Brandschutzbeauftragten zu melden.
    Diese Brandschutzordnung ist eine verbindliche Anweisung, die von allen Mitarbeitern und Bewohnern einzuhalten ist.